Ich betrachte das Selbstwertgefühl als die eine, äußerst mächtige Kraft in unserer Existenz. Wie wir über uns selbst fühlen, beeinflusst buchstäblich jeden Aspekt unserer Existenz: Arbeit, Liebe, Sex zwischenmenschliche Beziehungen jeder Art.

Nathaniel Branden

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28 | 01 | 2012
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Im Rahmen meiner arbeitnehmerorientierten Bildungsarbeit stellte ich in Ausschreibungen häufig folgende Fragen:
 
  • Was bedeuted "Bildung" im Schulsystem?
  • Welchen Stellenwert hat die beruflichen Bildung?
  • Wie ist die tradierte, prämoderne Schule mit der postmodernen Lebenswelt vereinbar?
  • Ist Demokratie und Pluralismus in einer vor 100 Jahren verfestigten Schulstruktur möglich?
  • Wieso ist Didaktik Gegenstand jeder Lehrerbildung, während Mathetik aber noch nicht einmal als Wort Erwähnung findet?
  • Wie konfessioneller Unterricht mit § 38 des Schulgesetz Baden-Württemberg vereinbar?
  • Wie trägt das Land dem §1 SchG Rechnung, das Arbeiterkinder niedrigere Bildungsabschlüsse erhalten als Akademikerkinder?
  • Wie wird das dreigliedrige Schulsystem gerechtfertigt?

Damals dienten diese rhetorische Fragen zur Rechtfertigung von Bildungsmaßnahmen ausserhalb der staatlichen Schulen (ein damaliger Kollege bezeichnete das als "Ausschreibungslyrik").


Jetzt bin ich,  nach einem Studium der Wirtschaftspädagogik und dem Referendariat , an einer beruflichen Schule. Anstatt Antworten zu erhalten, scheinen die Fragen dort keine Bedeutung zu haben. Ich denkeaber, dass diese Fragen gestellt und diskutiert werden müssen.
Aus meiner Sicht sind vor Beginn einer (schulischen) Bildungsmaßnahme folgende Gesichtspunkte von Interessenten und Verantwortlichen einzuschätzen:
  • Sind die Bildungsziele ethisch vertretbar (prinzipiell und aus Sicht des Interessenten)?
  • Sind die Bildungsziele prinzipiell bzw. von dieser Person erreichbar und nicht in sich problematisch?
  • Sind die Bildungsziele (ausschließlich) mit schulischen Mitteln zu erreichen?
  • Verfügt die Schule prinzipiell über die notwendigen Möglichkeiten?
  • Sind die Bildungsziele persönlich bedeutsam, konkret und positiv definiert?
  • Bestehen Widersprüche zwischen den Zielen der Person und der Bildungsmaßnahme?
Dazu bedarf es vor Beginn der Maßnahme an ausreichend Wissen über die Maßnahme, Freiwilligkeit (grundsätzlich ohne Zwang) und der Kompetenz, die Informationen über das Angebot zu verstehen. Für jüngere Menschen ist eine altersgerechte (und eltern gerechte) Beratung unerlässlich. In Anlehnung an therapeutische Prozesse sollten nach der Erstberatung pädagogische Prozesse mit einer Eingangsdiagnose beginnen, eine Prozessdiagnose das pädagogische Handeln begleiten und mit einer Abschlussdiagnose und Evaluation abschließen. Ein erster Schritt ist die Einführung von Trainings, die die metakognitven Fähigkeiten der Schüler verbessert und ihre Selbstwirksamkeitsüberzeugung positiv beeinflussen.
 
Wie bildsam ist der Mensch?
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 07. Juli 2004 um 12:54 Uhr

Ist der Mensch lernfähig? - Sicher - Wer hat nicht gelernt bei Rot an der Ampel stehen  zu bleiben, oder die körperliche Reaktion beim Beobachten eines Menschen der in eine Zitrone beißt zu spüren. Aber kann der Mensch diesen Lernprozess steuern?
Hier kann ein einfaches Beispiel zeigen, dass das nur begrenzt gelingt:
Ein Schüler steht an der Tafel und kann die von ihm geforderte Aufgabe nicht lösen. Die inneren Prozesse des Schülers lenken den Lernprozess. Wird der Schüler nun durch Hilfe anderer die Aufgabe lösen und den Sachverhalt nie mehr vergessen. Wird er das Erlernte für ihn gewinnbringend einsetzen? Oder wird der Schüler aus der selben Situation eine Abneigung gegen diesen Lerngegenstand entwickeln? Oder wird er lernen sich gegen solche Situationen aufzulehnen? Wie wirken da wohlwollende Kommentare der Mitschüler und der Lehrperson?

Gelingt es dem Schüler eine positive Grundhaltung zu erhalten, werden Schüler in solchen Situation ihre Sicherheit stärken.  

Ist der Mensch also bildsam?

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 23. Juni 2009 um 16:08 Uhr
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Selbstwirksamkeit - Gehorsam
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 07. Juli 2004 um 13:00 Uhr

Nicht Gehorsam, sondern Glück macht schlau - Erziehungsauftrag: Wieviel Disziplin (oder was sollte unter Disziplin verstanden werden) ist sinnvol?

Sie glauben an sich sowie ihre Fähigkeiten - und aus diesem Gefühl heraus können sie über sich hinauswachsen. In ihren Gehirnen bilden sich komplexere Strukturen aus, die es ihnen ermöglichen, Probleme zu lösen. Nicht Disziplin in der Erziehung und Gehorsam machen klug, sondern: Glück macht schlau. Anders gesagt eine positive Selbstwirksamkeitsübezeugung ist für die Lernfähigkeit notwendig.

Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Persönlichkeitsmerkmale verstanden. Sie sind die Vorbedingungen für den Erfolg und die Zufriedenheit in Schule, Beruf, Familie und Gesellschaft. Deshalb sollten folgende Ziele von Bildungseinrichtungen/Lehrpersonen als selbstverständlich erachtet werden:

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 27. Mai 2009 um 14:10 Uhr
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